10 Spartipps für günstiges Reisen

Um die besten Ratschläge für günstige Reisen zu bekommen, frägt man am besten einen Experten. Oder noch besser: eine ExpertIN! Daniela Konefke ist nämlich nun schon seit mehr als 4 Jahren unterwegs. Während dieses nicht enden wollenden Abenteuers hat sie eine Menge Wege gefunden, Ihre Reisekosten niedrig zu halten. Sie hat für Euch die zehn besten Spartipps aus ihrem vor kurzem erschienenden Buch „Einmal im Leben mutig sein“ zusammengestellt:

10 Spartipps für günstiges Reisen

Reisen muss ja nicht immer teuer sein! Wie viel Geld du unterwegs benötigen wirst, hängt natürlich in erster Linie davon ab, welche Länder du bereist. Wer europäische Städte wie London, Paris oder Barcelona bereist, wird insgesamt mehr Geld ausgeben, als Backpacker in Südamerika oder Südostasien, wobei es aber auch hier zum Teil große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Ländern gibt. Wie du auch in teureren Ländern Kosten einsparen kannst, verraten dir meine 10 besten Spartipps.

10 Spartipps für Backpacker

1. Günstige Preisklasse

bus-in-kubaGrößter Kostenfaktor auf Reisen: der Transport von A nach B. Du  wirst wahrscheinlich zumeist Bus und Bahn benutzen, wobei es auch hier auf die gewählte Preisklasse ankommt. Mehr Luxus kostet natürlich auch mehr. So lässt sich zum Beispiel Geld sparen, indem man auf bequeme Liegen verzichtet und stattdessen nur einen Sitzplatz wählt. Auch Klimaanlage und Toilette an Bord kosten oft extra.

2. Übernachtfahrten

Durch Nachtfahrten in Bus und Bahn lässt sich nicht nur Zeit, sondern auf Dauer auch viel Geld sparen. Sollte man es mal nicht in ein günstiges Hostel schaffen, so bieten Bahnhöfe und Flughäfen eine weitere Unterkunftsmöglichkeit. Auch ich hab mir hier schon die ein oder andere Nacht um die Ohren geschlagen, wenn es sich einfach nicht mehr gelohnt hat, ein Hostel im Stadtzentrum ausfindig zu machen. Je nachdem, wie sicher ich mich fühlte, entschied ich mich dabei entweder dafür, die Nacht über wach zu bleiben und ein Buch zu lesen oder oder tief und fest in meinen Schlafsack gehüllt, auf einer Bank oder dem Fußboden zu schlafen.

3. Hostels günstig im Voraus buchen

Um gerade in teureren Ländern sicherzustellen, dass ich letztlich in einem preisgünstigen Hostel unterkomme, reserviere ich meine Unterkunft in der Regel einige Tage im Voraus. Für die Buchung benötigst du lediglich eine Kreditkarte. Hostelbookers ist dabei der günstigste Reservierungsservice und der einzige ohne Buchungsgebühr ist. Wenn du deine Pläne später änderst, kannst du die Reservierung auch wieder stornieren, wobei jedoch die Anzahlung von 10 Prozent nicht zurück erstattet wird. Verschiebt sich deine Ankunft um ein paar Tage, so teilst du dies einfach dem Hostel direkt mit. Meine Erfahrungen mit der Online-Buchungen waren bisher ausschließlich positiv.

dormitory-in-hostel4. Schlafsaal oder Einzelzimmer?

Auchbei der Wahl der Unterkunft gilt: Mehr Luxus kostet mehr. Ein Zimmer im Dorm ist billiger als ein Einzelzimmer und ein Hotelzimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad kostet mehr als eine Jugendherberge mit Ventilator und Gemeinschaftstoilette.

5. Verpflegung vorausschauend einkaufen

In Europa, Australien und Neuseeland ist es teuer, auswärts zu essen. Stattdessen lieber Lebensmittel im Supermarkt kaufen und die Mahlzeiten gemeinsam mit anderen Backpackern im Hostel zubereiten. In Südostasien und Südamerika kann man dagegen häufig günstig in den Straßen und Märkten essen. In weiter abgelegenen Gebieten und auf Inseln sind die Preise für Lebensmittel oft sehr viel höher. Die Essensvorräte deshalb besser schon in größeren Städten aufstocken und so viel wie möglich mit hinnehmen.

6. Wäsche auf Reisen selber waschen

Es lohnt sich Kleidung per Hand zu reinigen, statt sie in die Wäscherei zu geben. In Europa verlangen Hostels nicht selten 10 Euro und mehr für den Reinigungsservice. Ich verbringe auf Reisen viel Zeit damit, meine Kleidung heimlich im Waschbecken zu waschen und spare dabei ungemein.

bus-in-london7. Günstige Transportmittel

Gewöhne dir gleich zu Anfang an, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Flughafen und Bus-/Bahnstation ins Zentrum zu fahren. Für die Fahrt mit Metro, Bus oder Minibus zahlst du lediglich einen Bruchteil dessen, was für eine Taxifahrt an Kosten anfallen würde. Zudem kennt derjenige, der neu irgendwo ankommt, meist noch nicht die gängigen Taxipreise. Nicht selten nutzen Fahrer die Unkenntnis der Neuankömmlinge aus und verlangen ein Vielfaches des eigentlichen Fahrpreises. Wenn du deine Unterkunft über Hostelbookers.de buchst, findest du in der Beschreibung des jeweiligen Hostels in der Regel auch Informationen, wie du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin gelangst.

8. Vorsicht vor Abzockern!

In vielen Ländern existieren keine festen Preise, sondern diese werden erst verhandelt. Von Touristen wird da beim Einkauf auf dem Markt schon mal das Doppelte oder Dreifache des eigentlichen Preises verlangt.

Lassen sich Taxifahrten nicht durch Inanspruchnahme öffentlicher Transportmittel vermeiden, so sollte man den Preis für die Beförderung stets im Voraus aushandeln. Dies gilt auch dann, wenn ein Taximeter benutzt wird. Einige Fahrer werden dich nämlich nicht auf direktem Weg ans gewünschte Ziel bringen, sondern vorher mit dir eine unfreiwillige Stadtrundfahrt unternehmen, für die du dann ebenfalls zur Kasse gebeten wirst.

9. Belohne dich ab und an

Nichtsdestotrotz gelangt wahrscheinlich jeder einmal an den Punkt, wo er das Reisebudget einfach mal für einen Augenblick vergisst und sich selbst etwas Gutes tun will. Du hast den ganzen Tag im Bus gesessen und kommst müde und erschöpft an deinem Ziel an. Jetzt auch noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren und dort die Suche nach deinem Hostel fortsetzen? Nein, du gönnst dir stattdessen ausnahmsweise den Luxus eines Taxis und lässt dich bis vor die Haustür bringen. Oder du hast mal wieder eine schlaflose Nacht verbracht, weil das halbe Hostel die Nacht durchgefeiert und dich mit lauter Musik und ständigem Ins-Zimmer-rein-und-raus-Gerenne wach gehalten hat. Zum krönenden Abschluss hatten dann auch noch zwei deiner Zimmergenossen Sex im Doppelstockbett über dir. Am Morgen steht für dich fest, dass du die kommende Nacht in einem Einzelzimmer verbringen wirst. Die Übernachtung kostet dort zwar mehr als das Bett im Dorm, das ist es dir jedoch wert. Selbst der sparsamste Backpacker wird sich also hin und wieder mal selbst ein wenig verwöhnen wollen. Mein Tipp deshalb: Von Vornherein Geld für gelegentliche Extra-Ausgaben einplanen.

10. Frag die Locals!

Deshalb ist es eine gute Idee, sich im Vorfeld bei den Einheimischen nach den ungefähren Preisen bestimmter Waren zu erkundigen, statt völlig blauäugig in die Verhandlungen zu starten. Du solltest auch niemals zugeben, dass du das erste Mal in einer Stadt bist. Gib vor, genau zu wissen, wo du bist, wohin du willst und wie viel die Fahrt kostet. Informationen erhältst du aus dem Reiseführer oder von den Ortsbewohnern. Daher meine goldene Faustregel für unterwegs: Sich stets an dem zu orientieren, was die Einheimischen tun. Die müssen ja schließlich wissen, wie und wo es am günstigsten ist.

Vielen Dank für die Bilder an jasonturner, yeowatzup, e01 from flickr and Gizelle Lau.

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