Reisebericht aus der Südsee: Hawaii – Teil 1/5

Für alle Hawaii und Südsee-Fans haben wir dieses Mal ein richtiges Schmankerl. In insgesamt 6 verschiedenen Gastbeiträgen beschreibt Weltenbummler Peter Landgraf für uns seine Erlebnisse auf Reisen.

Peter beschreibt sich selber als „alter Fan von Hawaii und der Südsee“ und hat seine Erlebnisse in zwei tollen Büchern niedergeschrieben. Außerdem hat er eine eigene Webseite auf der Ihr noch viel weitere Reiseberichte findet.

Hier nun der erste Auszug aus einem von Peters Büchern. Aber Vorsicht, der macht Lust auf Südsee!

Ein Besuch in Kona auf Big Island

Auf dem Alii Drive steht der Hulihe’e Palace, der 1838 erbaut wurde, bis Anfang des 20. Jh. den Königsfamilien als Sommersitz diente und heute ein kleines Museum beherbergt. Bei unserem ersten Besuch des nicht allzu großen Gebäudes 1992 begrüßte uns eine ältere Hawaiianerin. Sie war gar nicht der füllige Typ, der sonst so häufig zu sehen ist, sondern klein und zierlich, mit sehr sanften dunklen Augen und einem freundlich lächelnden Gesicht.

„Aloha“, rief sie uns zu, „wenn Sie möchten, führe ich Sie durch unser Haus“. Wir nahmen dankbar an. „Ich bin die Enkelin des letzten Königspaares und habe in meiner Jugend viele schöne Tage im Hulihe’e Palace verbracht. Heute lebe ich in einem kleinen Haus, etwas weiter oben am Hang mit Blick auf Pele’s Berge und das Meer. Aber aus Liebe zum Haus unserer Familie, das heute Museum und ‚landmark‘ ist, führe ich die Besucher durch die alten Räume und erzähle gerne auch die eine oder andere kleine Geschichte aus der damaligen Zeit“.

Beim Vorbeigehen erinnern wir uns beim nächsten Besuch an den aufschlussreichen Rundgang mit der Prinzessin, die inzwischen leider verstarb.

Wir überqueren die Straße und besuchen die Mokuaikaua Church, die erste christliche Kirche des hawaiischen Archipels. Sie wurde zwei Jahre vor dem Palace, 1836, aus Lavasteinen und Korallen errichtet und macht noch immer einen sehr stabilen Eindruck. Das Interesse für diese schönen, alten Gebäude scheint nicht groß zu sein. Außer uns kommt niemand herein.

Einmal im Jahr rückt Kona in den Blickpunkt der Welt, wenn vom Sport gestählte Konditionswunder zum spektakulären Ironman Triathlon antreten, an dem auch eiserne Frauen teilnehmen dürfen. Das Wasser brodelt, wenn mehrere hundert Arme den Pazifik in der Bucht von Kona durchpflügen. Weniger Wirbel entsteht, als wir an gleicher Stelle mit der Atlantis, einem kleinen Unterseeboot mit großen Bullaugen, bis auf etwa 50 Meter hinabtauchen, zuerst am Riff entlang fahren, um dann auf einer Sandbank für einige Zeit festzumachen. Die farbenprächtigen Korallen, Fische, Muscheln, Seeigel und Seesterne entlocken uns ein entzücktes Ah und Oh. Das Abenteuer ist nicht gerade preiswert, dafür aber ein einmaliges Erlebnis.

Im nächsten Blogbeitrag schreibt Peter über den Vulkan Kilauea auf Big Island.

Danke an Ken Lund, steews4 und luckypines für die Bilder.

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