Fragestunde: Wie werde ich Reiseblogger? (Teil 4)

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Im vierten und letzten Teil unserer Umfrage haben wir noch ein paar Tipps versammelt, die den deutschsprachigen Reisebloggern besonders wichtig sind. Viel Spaß beim Lesen und Bloggen! Links zu den anderen drei Teilen der Umfrage findest Du ganz am Ende des Artikels.

Wenn du vorhast, Reiseblogger zu werden, um günstiger oder kostenlos zu reisen oder Geld zu verdienen, bitte ich Dich darum, davon Abstand zu nehmen. Die meisten neuen Reiseblogger erkennen dies erst nach sechs Monaten und geben frustriert auf. Ich finde es sehr wichtig, dass man sich bei all der derzeit dominierenden Euphorie öfter kritisch hinterfragt!“ -Steve / Back-Backer.org

Vordergründig für sich selbst bloggen und nicht, um anderen zu gefallen. Schon gar nicht, um Google zu beeindrucken – mit Keyword-gespickten Texten beispielsweise. Folge Deinen Passionen und Ideen, dann folgen dir Gleichgesinnte irgendwann von ganz alleine.“ -Jeanette / Follow Your Trolley

Ich freue mich besonders, dass viele Tourismusagenturen immer mehr offen auf Reiseblogger zugehen. Ein Blog ist für viele Profis in der Tourismusbranche mittlerweile kein Neuland mehr, sondern ein hervorragender Weg, die eigene Destination viral im Internet und über Social Media bekannter zu machen. Ich möchte jeden vielleicht noch zweifelnden Verantwortlichen in der Tourismusbranche dazu ermutigen, einfach auf uns Reiseblogger zuzugehen und uns am besten im persönlichen Gespräch näher kennenzulernen. In der Modebranche stehen leidenschaftliche Blogger mittlerweile auf Augenhöhe mit professionellen Journalisten und sitzen selbst bei Laufsteg-Shows in der ersten Reihe. Diese Offenheit wird belohnt durch wunderbare Fotos und Berichte und eine ganz neue, junge und frische Art der Berichterstattung.“ -Phil / Killerwal

Nicht von den ganzen Reiseblogs blenden lassen und seinen eigenen Stil entwickeln. Eine Nische finden, über die man berichten möchte. Und wirklich nur dann einen Blog starten, wenn man auch wirklich Bock darauf hat.“ -Stefan / Kaffeeersatz

Vernetze Dich! Lies andere Blogs, lass Dich inspirieren und kommentiere auch mal andere Posts. Du möchtest ja, dass Dein Blog gelesen wird, also müssen andere auch wissen, dass Du existierst. Spamm nicht die Kommentare mit Deinen Blog-Links voll. Und das allerallerwichtigste: Hab Spaß!“ -Inka / Blickgewinkelt

Es gibt immer jemanden, der dir sagen kann, wie man etwas richtig macht. Es gibt aber keinen Grund, es nicht selbst auszuprobieren.“ -Susanne und Dirk / push:RESET

Wer mit dem Bloggen beginnt, stellt sich zunächst die Frage, worüber er eigentlich bloggen soll. Am einfachsten ist es, mit Themen aus der Nähe zu beginnen. Irgendwann entwickelt sich dann eine gewisse Eigendynamik und man erkennt seine eigenen Stärken und Schwerpunkte. Ideen für gute Blogbeiträge liegen gerade in Deutschland vor der Haustür. Diesen Satz habe ich früher nie wahrhaben wollen, aber mittlerweile schwirren mir gerade für Reisen innerhalb Deutschlands zahlreiche Ideen im Kopf herum. Eine davon werde ich demnächst in die Tat umsetzen und eine Serie über Deutschland veröffentlichen. Wie diese aussieht, wird noch nicht verraten. Denn eins ist beim Bloggen besonders wichtig: Überrasche Deine Leser!“ -Thomas / Breitengrad66

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Ein übersichtlicher Aufbau des Blogs ist mir wichtig, eine Navigation, die dem Leser hilft sich zurecht zu finden, nicht zu lange, schlüssig gegliederte Texte und ein guter Mix aus Bild und Wort. Man sollte sich darüber klar sein, je spezifischer der Blog und sein Thema, desto kleiner die Zielgruppe. Ich komme aus dem Journalismus, gestalte Magazine, und deswegen ist mir die Diskussion über Journalismus und Blogger schon wichtig. Grundsätzlich, denke ich, hat alles seine Daseinsberechtigung, das ist ja das Schöne im Netz, aber nur die Tatsache, dass jemand einen Blog schreibt, heißt noch lange nicht, dass er schreiben kann. Viele Blogs lesen sich wie früher die Postkarten an Oma, aber wem es Spaß macht, warum nicht?“ -Gabriele / Soiblossom

Bei allen ausgefuchsten Strategien nicht vergessen: Mach, was dir Spaß macht! Dann macht es auch dem Leser Freude.“ -Johannes / Reisedepeschen

Ohne Geduld wird aus keinem Blog etwas. Zum einen braucht es eine Menge Übung, um einen guten Blog zu schreiben, zum anderen braucht es eine Weile, bis die Leser einen entdecken.“ -Timo / Bruder Leichtfuß

Oberstes Gebot: Schreib für Deine Leser, nicht so sehr für Dich! Dann kommt auch der Erfolg nach und nach von alleine.“ -Carina / Pink Compass

Eine Lektion, die ich auf Reisen gelernt habe: Es gibt nie eine zweite Chance für ein besonderes Erlebnis. Wenn du etwas entdeckst, was du unbedingt fotografieren oder tun möchtest, mache es gleich. Die Wahrscheinlichkeit, dass du zu dem Ort zurückkehrst, ist gering. Entweder findest du ihn schlichtweg nicht wieder oder die Situation hat sich geändert. Also, nutze die erstbeste Gelegenheit!“ -Carolin / Esel unterwegs

Wenn du Bloggen möchtest, dann fang heute noch an zu schreiben. Es geht nicht um die Webseite, es geht nicht um die technischen Dinge. Fange an zu schreiben und lese viel darüber, wie man Blogartikel am besten formuliert. Einen WordPress-Blog hast du auch ohne Fachwissen an einem Tag aufgesetzt. Writing is the key!“ -Tim / Earthcity

„Blogge, worüber und wie Du Lust hast und richte Dich nicht nach irgendwelchen Regeln beziehungsweise Klick- und SEO-basierten Inhalten. So hast Du langanhalten Spaß dran und Deine Leser auch, weil Du nicht den zehnten Artikel zu einem gerade voll angesagtem Thema schreibst.“Marianna / Weltenbummler Mag

„Zeit und Ruhe sind ganz wichtig, auch einmal Abstand zu gewinnen von seinem Werk und sich wieder neuen Herausforderungen, Blickpunkten, dem ‚großen Ganzen‘ zu widmen. In der Welt des Internets passiert alles schnell, Daten, Informationen, Bilder, Austausch, da wird man mitunter richtig aufgesogen. So ist es, glaube ich, sehr wichtig, sich einfach selbst treu zu bleiben und entgegen kurzfristiger Trends langfristig den roten Faden verfolgen, auch oder gerade beim Schreiben beziehungsweise Bloggen.“ -Elena / Creativelena

„Wenn Du wirklich einen erfolgreichen Blog aufbauen willst, dann musst Du ein Problem lösen beziehungsweise hilfreich und informativ sein! Keinen außer Dich, Deiner Familie und Deinen Freunden interessieren Deine Reisetagebucheinträge. Such Dir eine Nische! Reiseblogger ist jeder, aber welchen speziellen Fokus kannst Du Dir heraussuchen? Deine Inhalte sind Deine Priorität, mach sie sensationell und herausragend! Gib alles! Sei einzigartig! Kopiere nicht, was es schon gibt! Netzwerke mit anderen Bloggern. Unterstütze sie, bevor du um Hilfe und Support fragst!“ -Conni / Planet Backpack

Auch Reisebloggen ist Arbeit. Verfolgst Du es hundertprozentig, kannst Du damit Geld verdienen. Erwarte aber nichts in den ersten Monaten.“ -Simon / Umdieweltreise

Finde Dein eigenes Profil als Reiseblogger! Jeder ist anders und hat andere Vorlieben. Meine sind beim Reisen: lokales Essen, Strände, Wassersport und Städte – am liebsten in Australien, Neuseeland, Asien oder Lateinamerika.“ -Anja / Travel on Toast

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Baue Kontakte zu anderen Reisebloggern auf. Die Community ist groß, extrem nett und sehr hilfsbereit. Gerade am Anfang hat man vielleicht ein paar Startschwierigkeiten, bei deren Behebung andere Blogger mit Rat und Tat zur Seite stehen können.“ -Ute / Bravebird

Überlege Dir beim Schreiben, was Du dem Leser mitgeben kannst. Warum sollte jemand Deine Texte lesen und was unterscheidet Dich von anderen Bloggern?“ -Patrick / 101 Places

Halte durch! Leser, der persönliche Schreibstil und HTML-Kenntnisse kommen nicht über Nacht. Oft ist es ein langer Prozess, der aber auch wahnsinnig viel Spaß machen kann. Es gibt nichts Schöneres, als einen der ersten Beiträge mit einem aktuellen zu vergleichen und sagen zu können: ‚Man, hab ich dazugelernt!'“ –Jana / Sonne & Wolken

Der wichtigste Tipp beim Bloggen, egal in welchem Bereich: Bleib  Neugierig und sei offen für die Empfehlungen und Unterstützung von anderen. Und für die Kommunikation.“ –Janett / Teilzeitreisender

Man sollte mit Begeisterung und Herzblut bloggen. Wer nur schreibt, was andere (vermeintlich) lesen wollen, hat bestimmt wenig Spaß und Erfolg.“ -Martina / Talk Around The World

Bloggen ist ein Langzeitprojekt. Die meisten Blogs werden kein Jahr alt, weil die Betreiber meistens keine Veränderungen in den Besucherzahlen innerhalb von ein paar Tagen sehen. Off the Path wurde erst nach anderthalb Jahren so richtig erfolgreich. Bis dahin ist es eine lange Durststrecke. Aber es lohnt sich! Also dran bleiben und weiterschreiben!“ -Sebastian / Off the Path

Reiseblogger sind ständig in nahen und fernen Ländern unterwegs. Egal, wie exotisch der Ort ist, er hat einen Geist. Ich sehe es als meine Aufgabe, diesen Geist in meinen Artikeln einzufangen. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass es eine persönliche Sichtweise ist und bleibt. Trotzdem versuche ich, die Dinge erst einmal neutral zu betrachten und vorurteilsfrei auf mich einwirken zulassen.“ -Elke / MeerBlog

„Vergiss vor lauter Bloggen nicht den Spaß am Reisen! Bleib offen und genieß auch einfach mal den Moment!“ -Susi / black dots white spots

Du willst einen Reiseblog schreiben? Dann frage Dich warum und für wen? Mein Blog ist meine Spielwiese und mein Herzblut, den ich aber auch gerne mit dem Rest der Welt teile. Ich schreibe nicht für Andere und mache nur, was mir gefällt und Spaß macht.“ -Nadine / Planet Hibbel

Hier findest Du die anderen Teile der Umfrage:

Vielen Dank an JD Hancock, brewbooks und fdecomite für die Fotos von Flickr.

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