Fragestunde: Wie werde ich Reiseblogger? (Teil 3)

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Die deutschsprachigen Reiseblogger haben uns einen kleinen Einblick in das professionelle Bloggen gewährt und geben angehenden Bloggern an dieser Stelle ein paar Tipps für den Start. Im ersten Teil unserer kleinen Umfrage ging es um Motivation und Themenfindung, im zweiten Teil haben wir über technische Details gesprochen und heute soll es ums Netzwerken und Geld verdienen gehen.

8. Wie gehe ich richtig mit Facebook, Twitter und Co. um?

Wir posten auf Facebook und Twitter, beteiligen uns da an Debatten und Diskussionen. Wir kümmern uns zu wenig im Pinterest und gar nicht um Instagram. Wir sind nicht klug genug für Google+.“ -Susanne und Dirk / push:RESET

„Nachdem auch der Blog von mir aus Lust und Laune erfolgt, passiert das bei Facebook, Twitter & Co. genauso. Damit bin ich vielleicht nicht professionell, aber für mich heißt Bloggen auch, dem Eigenen zu folgen – und das kann ich nur, wenn ich aus dem Bauch heraus agiere. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch Postings auf Facebook plane. Wenn mir etwas einfällt oder ich etwas sehe, aber an dem Tag schon etwas gepostet habe, verschiebe ich es meist auf den nächsten Tag. Twitter schieße ich schneller raus. Auf Blogtrips habe ich dann schon öfters festgestellt, dass ich noch ganz ‚harmlos‘ mit Social Media umgehe. Da gibt es Kolleginnen und Kollegen, die laufend twittern, facebooken, instagramen und so weiter. Ich bewundere sie. Ich könnte das gar nicht!““ -Doris / Littlemissitchyfeet

Facebook und Twitter helfen mir sehr, zu erfahren, was meine Leser spannend finden und was weniger. Außerdem sind sie sehr praktisch, damit aus einmaligen Lesern echte Fans werden, die immer wieder mal auf meinem Blog vorbei schauen.“ -Timo / Bruder Leichtfuß

„Twitter, Facebook und alle anderen Social-Media-Kanäle sind sehr unterschiedlich und sollten auch sehr unterschiedlich behandelt werden. Facebook liebt gepostete Fotos, ist generell sehr visuell, aber mag keine Links. Twitter muss kurz und knackig gehalten werden und Kurzlinks funktionieren hier deutlich besser. Facebook verteilt Statusupdates, die von externen Anwendungen wie Hootsuite oder Buffer geplant wurden, weitaus schlechter als im eigenen Programm terminiert wurde. Und selbst dann werden Inhalte am meisten geteilt, wenn sie spontan (also nicht terminiert) gepostet werden. So gibt es für jeden Kanal seine Eigenheiten die man kennen und für sich nutzen sollte.“ -Carina / Pink Compass

„Wenn ich auf Reisen bin, nehme ich meine Follower oder Fans live mit. Jede Sehenswürdigkeit, jedes leckere Essen wird sofort fotografiert und gepostet. Ich hoffe immer, dass das nicht zu nervig für die Leser wird. Aber sie haben ja die Wahl, mir zu entfolgen. Bis jetzt gab es eher Beschwerden von meiner Begleitung, wenn das Essen drohte, kalt zu werden, weil ich es erst fotografieren und posten muss.“ -Carolin / Esel unterwegs

„Ich denke, be everywhere ist eine gute Strategie. Je mehr Social-Media-Kanäle Du ‚bespielst‘, desto besser wirkt sich dies auf deine Besucherströme (den Traffic) aus. Aber Achtung: Du musst die Kanäle Deiner Wahl auch richtig bedienen. Wenn es zu viel Zeit schluckt, konzentriere dich besser auf zwei bis drei Kanäle (Facebook, Twitter, Google+). Ich halte Facebook und Twitter aktuell für elementar. Google+ ist zudem auch für Deine Google-Rankings wichtig. Wenn du danach noch Lust und Zeit hast: Instagram, Tumblr, Pinterest und Konsorten sind alles schnell wachsende Plattformen. Vor allem Instagram und Tumblr werden in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Schau Dir zum Beispiel an, wie intensiv Teenager Instagram, Tumblr und so weiter nutzen. In wenigen Jahren sind diese Plattformen enorm wichtig.“ -Tim / Earthcity

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Nach der ITB 2013 in Berlin habe ich meine Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Google+ deutlich ausgebaut. Facebook ist ideal, um meine Leser über Aktuelles zu informieren und neue Leser zu generieren. Wenn ich Gewinnspiele veranstalte, nutze ich Facebook zur Durchführung.“ -Denise / Touristen in Paris

“ Tipps für Facebook: Benutze vordergründig Fotos für Deine Posts auf Facebook und verlinke Beiträge im Text. Stelle Deinen Fans einfache Fragen, beziehe sie mit ein, lass sie wissen, dass dir ihre Meinung und Tipps am Herzen liegt. Poste hilfreiche Dinge. Frag dich jedes Mal: Profitieren meine Fans von diesem Post? Teile Beiträge von anderen Reisebloggern und verlinke ihre Facebook-Seite im Post.  Tipps für Twitter: Nutze ein WordPress-Plugin, das automatisch und regelmäßig alte Posts tweetet. Netzwerke mit anderen Bloggern. Beantworte jeden Tweet. Bedank Dich für jeden Retweet. Retweete interessante Posts von anderen Bloggern mit einem Mention. Tipps für Instagram: Bearbeite Deine Fotos zuerst mit Apps wie Snapseed nach bevor Du sie auf Instagram postest. Nutze Hashtags. Kommentiere andere Fotos. Synchronisiere Instagram mit Twitter und Foursquare.“ -Conni / Planet Backpack

„Wir mögen sowohl Facebook, Instagram als auch Twitter nicht besonders, weil die ihre Nutzer allzu sehr monetarisieren. Aber um erfolgreich zu sein, ist Facebook die Nummer eins, Twitter die Nummer zwei und Instagram die Nummer drei der Social-Media-Kanäle. Wir sind auf Twitter unterwegs und nutzen vermehrt App.net. Unseren Instagram-Account haben wir gelöscht, als bekannt wurde, dass Werbevideos nicht mehr am automatischen Abspielen auf mobilen Geräten (übrigens auch über die mobile Datenverbindung) gehindert werden können.“ -Simon / Umdieweltreise

„Der Nutzen von Twitter hat sich mir noch nicht vollständig erschlossen. Aber Facebook verwende ich regelmäßig. Nicht nur, um meine eigenen Inhalte und spannende Texte von Blogger-Kollegen zu teilen, sondern auch, um alle Reiseblogs zu lesen, die ich abonniert habe.“ -Oliver / Weltreiseforum

„Ich nutze Social Media, um auf meine Blogposts aufmerksam zu machen und auf Reisen schon einmal Fotos oder kurze Statements zu posten. Wichtig finde ich, dass auf Fragen und Kommentare der Leser auch in den Social-Media-Kanälen eingegangen wird.“ -Jessica / Fernweh und so

„Facebook, Twitter und so weiter sind mein direkter Draht zu meinen Lesern. Sie können mir Fragen stellen und kommentieren dort häufig lieber als auf dem Blog. Viele Besucher kommen auf meinen Blog durch Links bei Facebook oder Twitter, da ich sie über neue Beiträge immer auf dem Laufenden halte. Aber auch für kurze Eindrücke von unterwegs nutze ich die Social-Media-Kanäle gerne – und davon am liebsten Instagram. Natürlich tausche ich mich so auch mit anderen Bloggern aus und bleibe so selbst auf dem Laufenden.“ -Jana / Sonne & Wolken

„Gehört für mich dazu wie Butter auf frisches Brot. Social Media ist für  mich das wichtigste Mittel um schnell auf mich und  meine Berichte aufmerksam zu machen, um Leute zu animieren, auch mal was auszuprobieren und vor allem auch, um mit anderen über das Thema  Reisen zu kommunizieren.“ -Janett / Teilzeitreisender

„Jedes Netzwerk ist anders und auf jedem Netzwerk wird anders kommuniziert. Twitter ist für Kurznachrichten da. Hier kann man gerne viel posten. Auf Facebook aber sollte man sich kurz fassen und dafür weniger, aber auch regelmäßig posten. Auf Facebook kommen Bilder unglaublich gut an. Durch den neuen Algorithmus erreichen  Statusupdates die meisten Leute, gefolgt von Bildern. Alles, was außerhalb von Facebook weiterleitet und verlinkt, wird seltener bei den eigenen Fans angezeigt.“ -Sebastian / Off the Path

„Sieh soziale Netzwerke als Verlängerung und Ergänzung Deines Blogs. Nutze sie nicht nur, um Deine Blog Posts zu promoten, sondern auch, um mit anderen zu kommunizieren und um Teil einer Community zu werden. Nutze sie, um andere an Deinen Reisen teilhaben zu lassen und um interessanten Content zu sammeln.“ -Susi / black dots, white spots

9. Wie kann ich am besten Kontakte zu anderen Bloggern knüpfen?

Für mich war die Teilnahme an der Travel-Bloggers-Unite-Konferenz in Umbrien ein Aha-Erlebnis. Dabei habe ich mich erstmals aus meiner eigenen Bloggerblase herausbewegt. Mittlerweile bin ich mit manchen Bloggern in persönlichem Kontakt und in diversen Foren und Gruppen aktiv. Und: Social Media verbindet Blogger hervorragend miteinander!“ -Jeanette / Follow Your Trolley

Den Kontakt zu anderen Bloggern halte ich per Telefon, Social Media sowie auf regionalen Treffen. Natürlich freue ich mich ganz besonders, andere Blogger auf Pressereisen oder Events von zum Beispiel Tourismusagenturen zu treffen. Diese persönlichen Kontakte finden sich auch durchaus in den Blogbeiträgen wieder. Der Reiseblogger ist per se kein Einzelgänger, sondern lebt im richtigen Leben genau wie in den sozialen Medien eingebettet in ein vielfältiges Netzwerk aus Kontakten.“ -Phil / Killerwal

„Messen besuchen (ITB, TBEX und so weiter) oder andere Blogger direkt anschreiben (aber nicht nerven), sich mit den Bloggern austauschen und nicht nur Wissen anfordern. Andere Blogs auch mal auf Facebook und Twitter teilen, wenn dir ein Artikel wirklich gut gefallen hat. Blogger schauen sich auch andere Blogs an, die auf den eigenen Blog aufmerksam machen.“ -Stefan / Kaffeeersatz

Einfach anmailen mit einer netten, freundlichen Mail, mehr braucht’s eigentlich nicht. Bisher haben nur ganz wenige Blogger nicht geantwortet.“ -Gabriele / Soiblossom

„Mit einigen Bloggern stehe ich sehr engem, freundschaftlichen Kontakt, oft habe ich sie bei Pressereisen persönlich kennengelernt. Mit vielen anderen tausche ich mich in verschiedenen Facebook-Gruppen aus, und natürlich hin und wieder auf Veranstaltungen.“ -Johannes / Reisedepeschen

„Sich auf den sozialen Kanälen anzunähern, hilft viel. Vor kurzem hat mich eine Bloggerin einfach per E-Mail angeschrieben, nur um sich vorzustellen und mal hallo zu sagen. Das fand ich toll! Völlig ohne Hintergedanken ohne Erwartungen funktioniert es generell am besten. Aber auch auf Konferenzen wie der TBEX, der TBU oder Kursen zum Bloggen wie dem BlogCamp kann man unglaublich leicht Kontakte knüpfen und so eine Gemeinschaft schaffen.“ -Carina / Pink Compass

„Ich war gerade bei der Reisebloggerkonferenz TBEX in Dublin, die war als Treffpunkt toll. Auch Events wie die Reisemesse ITB, die Social Media Week oder die republica sind hilfreich. Ich organisiere zudem das Kölner Reiseblogger-Treffen.“ -Anja / Travel On Toast

„Anfangs habe ich andere Blogs kommentiert und bin anschließend mit einigen Bloggern per E-Mail ins Gespräch gekommen. Sich für andere Menschen und ihre Texte zu interessieren, ist der größte Türöffner. Einige Blogger habe ich mittlerweile persönlich getroffen, was die Beziehung natürlich ungemein aufwertet.“ -Patrick / 101 Places

Der einfachste Weg führt über Social-Media-Plattformen oder die Blogs selbst. Auf Workshops und Veranstaltungen wie der ITB oder TBEX kann man sich dann auch mal persönlich kennenlernen. Ich persönlich finde es super spannend, das Gesicht hinter einem Blog mal offline zu treffen.“ -Jana / Sonne & Wolken

„Bloggertreffen, Bloggerevents, Regionales ‚Kaffeetrinken‘ und natürlich online via Twitter und Facebook. Gruppen wie die ‚Plattform für deutschsprachige Reiseblogger‘ oder andere sind da  natürlich recht hilfreich.“ -Janett / Teilzeitreisender

Fast alle Blogger habe ich durch meine Social-Media-Aktivitäten kennengelernt. Wer bei Facebook, Twitter und so weiter aktiv ist, knüpft schnell Kontakte in der Blogosphäre. Mittlerweile traf ich fast alle meine ‚Kollegen‘ offline, es sind sogar richtige Freundschaften entstanden.“ -Martina / Talk Around The World

„Vernetze Dich mit anderen Bloggern über ihre Social-Media-Kanäle und kommuniziere mit ihnen. Lerne sie persönlich kennen, indem Du auf Reisebloggertreffen und -konferenzen gehst, zum Beispiel zur ITB in Berlin oder der Travel Blog Exchange (TBEX). Hilfreich für den gegenseitigen Austausch sind auch spezielle Facebook-Gruppen.“ -Susi / black dots, white spots

„Netzwerken, Netzwerken und nochmals Netzwerken. Auf anderen Blogs kommentieren. Facebook pflegen. Der Rest ergibt sich dann von selbst.“ -Nadine / Planet Hibbel

10. Wie komme ich an Sponsoren und was erwarten Sponsoren von mir?

Diese Frage wird mir anfangs sehr oft gestellt. Ich finde es wichtig, sich hierbei zunächst auf den erstgenannten Aspekt zu konzentrieren. Der Inhalt sollte am Anfang das Wichtigste sein. Wenn eine Richtung erkennbar ist, ergibt sich die Antwort auf die Frage ‚Welche Sponsoren passen zu mir?‘ von ganz alleine. Denkt hierbei immer an eure Leser. Ihr solltet nie vergessen, dass es nichts umsonst gibt. Die kostenfreie Übernachtung klingt toll, die Wahrheit ist jedoch dass diese nie kostenfrei ist. Ihr arbeitet dafür, das heißt ihr müsst einen Gegenwert bieten – in Form von Reichweite oder Links. Nach einem längeren Aufenthalt schreibt ihr beispielsweise einen Beitrag und verweist auf die Unterkunft. Ganz wichtig: Seid immer ehrlich und haltet euch an die Spielregeln.“ -Steve / Back-Packer.org

Die Frage müsste meiner Meinung nach eher lauten: Wie kommt man zu guten und langfristigen Sponsoren? Anfragen von Link-Sellern und ähnliches kommen nämlich ohnehin zur Genüge. Dabei handelt es sich um kurzfristige, bezahlte Links. Wobei einige gar nicht verstehen, dass dieser Service etwas kostet. Längerfristige Partnerschaften habe ich bei Aktionen wie Passports with Purpose, bei der zu Weihnachten alle Jahre internationale Blogger ein Gewinnspiel organisieren, um Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Das sind dann auf einen Anlass bezogene Kooperationen, die ich selbst suche – oder die auch bei bestehenden Kontakten angesprochen werden und so zustande kommen. Andere Kooperationen gibt es in meinem Fall ausschließlich mit PR-Agenturen für Kunden und/oder Hotels, Tourismusverbänden, die Reisen ganz oder teilweise sponsern. Die Erwartungshaltung ist klar: Berichterstattung, möglichst unterstützt auf allen Social-Media-Kanälen. Manche machen Verträge, die fair sind, andere nennen keine Posting-Anzahl oder ähnliche Vorgaben. Worauf man sich als Blogger einlässt, das muss man selbst entscheiden.“ -Doris / Littlemissitchyfeet

Sponsoren wollen vor allem eines: Reichweite, Reichweite und nochmal Reichweite! Wenn ein Blog wirklich viele Leser hat, kommen die Sponsoren dann fast von alleine.“ -Timo / Bruder Leichtfuß

„Oftmals kommen Sponsoren nach einiger Zeit (sechs bis zwölf Monate) automatisch auf Dich zu. Scheu dich nicht, relevante und interessante Sponsoren, deren Zielgruppe du teilst, selbst anzusprechen. Deklariere ganz klar welchen Vorteil sie aus einer Zusammenarbeit mit Dir und deinem Blog ziehen. Pitche am besten eine konkrete Idee, statt nur ‚ich wäre interessiert an einer Kooperation‘ zu schreiben. Du brauchst eine PR-und-Werbung-Seite auf deinem Blog, inklusive professionellem Mediakit. Sende potentiellen Sponsoren Dein Mediakit mit oder den Link zu Deiner PR-Seite. Sponsoren erwarten hochwertige Beiträge, aktive Interaktionen in den sozialen Medien und auf dem Blog (zum Beispiel in Form von Kommentaren), professionelles Auftreten (Design), Einhaltung von Absprachen, klare Preisstruktur für verschiedene Arten der Kooperationen und SEO-optimierte Beiträge.“ -Conni / Planet Backpack

Ein schönes Design, gute Texte und Bilder, eine hohe Reichweite auf Blog und Social-Media-Kanälen sowie Veröffentlichungen in klassischen Medien – das hilft bei der Sponsorensuche.“ -Anja / Travel On Toast

Auf den Punkt gebracht: bei der Sponsorensuche und -auswahl nicht willkürlich vorgehen. Eine fundierte Recherche und Analyse mit der richtigen Prise Erfahrung und Netzwerk sind Grundlage. Man muss die Ziele der Zusammenarbeit deutlich ausarbeiten und den Mehrwert aufzeigen. Glaubwürdigkeit und Authentizität sind dabei zentrale Elemente für eine Zusammenarbeit – konkret heißt das: Stimmen Ziele, Botschaften und Themen überein? Wenn diese zentrale Frage positiv beantwortet wird, steht einer erfolgreichen Partnerschaft nicht viel im Weg.“ -Madlen / Puriy

Ich denke, man sollte nicht zu viel Zeit in das Finden von Sponsoren investieren, sondern sich auf seinen Content konzentrieren. In der Regel wird man dann „gefunden“. Sogenannte „SEO-Agenturen“ sind wie verrückt auf der Jagd nach guten Blogs im Netz, irgendwann flattert dann von ganz allein die erste Anfrage in den Posteingang.“ -Dennis / Lookin for Jonny

Dadurch, dass heutzutage alles digitalisiert ist, wird der persönliche Kontakt noch wichtiger. Auf Messen (ITB, WTM, MATKA, TBEX) kann man gute Kontakte knüpfen und Projekte besprechen. Wenn man ein Projekt geplant hat und ein Outline und Pitch geschrieben hat, kann man auch gut die Sponsoren direkt anschreiben.“ -Sebastian / Off The Path

Baue Kontakte zu potentiellen Kooperationspartnern auf, zum Beispiel über Netzwerkveranstaltungen für Blogger und Touristiker. Recherchiere. Manchmal kommen Sponsoren auch auf Dich zu, wenn sie auf Deinen Blog aufmerksam geworden sind und er ihnen gefällt. Die gegenseitigen Erwartungen können sehr unterschiedlich sein, daher ist es ratsam, dies bereits im Vorfeld abzuklären. Geht es zum Beispiel um einen Beitrag im Blog mit Linkverweis, Live-Posts vor Ort über Social-Media-Kanäle, Werbebanner, oder soll als zusätzliche Leistung Content für den Sponsor produziert werden?“ -Susi / black dots, white spots

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11. Wie und ab wann kann ich mit meinem Blog Geld verdienen?

Das ist ein sehr heikles Thema und gerade im Bereich Reiseblogging würde ich von diesen Plänen abraten – andere Nischen sind hier erträglicher. Ich betreibe meinen Blog professionell seit 2010, kann davon jedoch nicht leben. Aber der Blog dient mir als Schaufenster für die Tätigkeiten, mit denen ich Geld verdiene. Schaut man sich ein wenig um, sieht man, dass dies gängige Praxis ist.“ -Steve / Back-Packer.org

Mit dem Blog direkt verdiene ich kein Geld. Das ist auch nicht die Absicht. Er ist aber eine Art Portfolio, das mir interessante, bezahlte Projekte ermöglicht.“ -Johannes / Reisedepeschen

Es gibt ja eine Menge Werkzeuge: Affiliate-Links, Linkverkauf oder Bannerwerbung sind meiner Meinung nach die wichtigsten. Allerdings: Für mich selber bringt das Bloggen zwar ein kleines Zubrot, alleine von seinem Blog lebt meines Wissens kaum ein Reiseblogger. Vor allem ist mein Blog ein richtig gutes Marketinginstrument für meine journalistischen Projekte.“ -Timo / Bruder Leichtfuß

„Wie man mit einem Blog Geld verdienen kann, ist ein sehr spannendes Thema. Eine gewisse Anzahl von Besuchern und eine größere Reichweite sind meiner Ansicht nach eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein Blog für Tourismusunternehmen interessant wird. Wie wichtig gute Besucherzahlen und ein bestimmter Pagerank allerdings wirklich sind, wird viel diskutiert. Ich persönlich sehe gesponserte Artikel, Werbebanner und provisionsbasierte Vergütungen als gute Einnahmequelle für Blogs.“ -Denise / Touristen in Paris

Geld verdienen kann man über: Sponsored Posts (Advertorials), Affiliate Marketing (zum Beispiel Amazon, Zanox für Buchungsseiten, Hotels, Fluggesellschaften), Informationsprodukte (zum Beispiel E-Books), Werbebanner, Gewinnspiele, Produkttests, Markenbotschafter-Tätigkeit, Produktion von Inhalten für Unternehmen (Blogposts, Fotos, Videos und so weiter). Oft schon kommen nach weniger als sechs Monaten die ersten Anfragen rein. Besonders, wenn Du Dich über SEO einigermaßen gut aufstellst und Dich die Leute wirklich finden können, werden immer mehr Anfragen kommen.“ -Conni / Planet Backpack

Kleine Beträge lassen sich ab der ersten Minute erwirtschaften. Die Frage ist daher eher, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um eine Seite zu monetarisieren. Denn wenn man zu früh beginnt, gewöhnen sich die Werbekunden an die tiefen Preise und sind unter Umständen nicht bereit, später mehr zu zahlen. Beginnt man hingegen zu spät, nerven sich die Leser, wenn plötzlich ein Werbeblock, Affiliate-Links oder gar ein gesponserter Artikel auftauchen. Adsense und Affiliate würde ich daher von Anfang einbauen. Mit gesponserten Beiträgen würde ich erst experimentieren, wenn es pro Monat ein paar Tausend Besucher gibt.“ -Oliver / Weltreiseforum

Ich glaube, hier verfolgen die Blogger viele unterschiedliche Dinge – Einbindung von Werbung, journalistische Texte für klassische Medien, Entwicklung von Onlinemedien wie Videos und so weiter. Für uns steht hier eher die Strategie im Vordergrund. Was können wir unserem Partner/ Sponsor noch mit auf dem Weg geben? Bei uns ist das ist Erfahrung, insbesondere zu den im Blog priorisierten Reiseschwerpunkten wie Mittel- und Südamerika und Afrika verbunden mit Touren und Ausflügen in die Natur. Hier sehen wir uns ein Stück weit als beratende Partner. So wie wir als Blogger reisen, ist man häufig viel näher an der deutschsprachigen Zielgruppe dran als die PR-Agenturen und deren Kunden selbst und außerdem hat man genügend Abstand zu den sehr politischen Themen und Interessen. Dies kann dem Partner bei der Entwicklung von glaubwürdigen, authentischen, kreativen und nachhaltigen Kampagnen deutlich helfen.“ -Madlen / Puriy

Ein Blog wird für die meisten Agenturen nach einem halben Jahr interessant. Geld verdienen lässt sich am besten über Editorials, bzw. Gastbeiträge für gewerbliche Anbieter. Von Affiliate- Programmen, die Cent-Beträge per Klick auf ein Banner/Video in der Sidebar versprechen oder einen Prozentbetrag ausschütten, wenn Leser über den Link etwas einkaufen, halte ich nicht sehr viel. Solche Programme machen erst ab einer Größenordnung von täglich mehreren Tausend Besuchern Sinn. Wenn es sich um Google-Banner handelt, hat man außerdem nur eingeschränkt Kontrolle darüber, welcher Anbieter automatisch auf den Werbeplatz geschaltet wird.“ -Dennis / Lookin for Jonny

Das kommt drauf an, welche Strategie man fährt und wie viel SEO wissen man hat. Man kann innerhalb von ein paar Monaten ein paar hundert bis tausend Euro verdienen, es kann aber auch ein paar Jahre dauern. Es kommt immer darauf an wie viel man bereit ist zu tun! Von nichts, kommt nichts!“ -Sebastian / Off the Path

Das war der dritte Teil! Den ersten kannst Du hier nachlesen, den zweiten hier und beim nächsten und letzten Mal geben Dir die Blogger noch ein paar persönliche Tipps und Tricks!

Vielen Dank an JD Hancock, Garrett Heath und xJason.Rogersx für die Fotos von Flickr.

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