Die besten Inseln für Schildkröten Beobachtungen

Gastbeitrag von Claudi um die Welt

Das Aussterben verschiedener Tierarten ruft irgendwann die Idee hervor, von purem Aktivistentum zu einer globalen Strategie überzugehen. Und so ist es auch wenig Wunder, dass im Jahre 2000 einem der ältesten Tiere auf diesem Planeten ein Gedenktag verschafft wurde:  am 23. Mai ist Weltschildkrötentag. In der Hoffnung, dass wir eines nciht vergessen: Diese uralten Kriechtiere sterben langsam aus. Und wir, als Touristen wie Anwohner diverser Urlaubsparadiese, sind durchaus nicht unschuldig.

Ich möchte euch drei der schönsten Orte vorstellen, an denen ich u.a. die größten Schildkröten der Welt in ihren letzten natürlichen Schutzreservaten besuchen konnte. Artenschutz muss überzeugen und wann immer ihr die Möglichkeit habt: überzeugt euch selbst!

Galapagos

Auf Galapagos zahlt jeder beim Betreten der Inseln eine Eingangsgebühr auf das seit 1959 ganzheitlich unter Naturschutz stehende Galapagos-Archipel. Diese 100 US-Dollar  kommen zu 40% dem  Nationalpark und damit auch der Darwin-Station und dem Schildkröten-Reservat auf der Insel Santa Cruz zugute. Ich hatte 2006 das Glück, dort ein paar 80jährige Schildkröten zu beobachten, mit Guaven zu füttern und im Schlamm baden zu sehen. Wer die Schildkröten sehen möchte, die Darwin zu einigen seiner berühmten Theorien bewogen haben, muss sich einer geführten Gruppe anschließen bzw. eine Tour buchen. Nur so geht es zu den riesigen Schildkröten, die sich vor allem durch einen kuppelartigen Panzer von anderen Arten unterscheiden. Die Guides geben ausreichend Informationen zur aktuellen Forschung um die letzten 11 Unterarten dieser gigantischen Panzertiere.

Mittlerweile ist der Besucherstrom nach Galapagos reglementiert. Vor allem mit illegaler Einwanderung (in Hoffnung vom Touristengeschäft etwas abzuschöpfen) hat man seine Probleme, die sich auch auf die Flora und Fauna dieser abgeschiedenen Inselgruppe auswirken. Man sollte sich mit jedem Schritt, den man auf Galapagos geht, bewusst machen, dass man hier wirklich eines der letzten Paradiese sieht und Arten, die es sonst nirgends gibt.
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Seychellen

Wer hätte das gedacht, aber auf den Seychellen findet man eben nicht nur riesige Findlinge an den Stränden, sanft im Wind wiegende Palmen und kitschig-glückliche Honeymooner. Bis zum letzten Jahrhundert lebten im gesamten Inselraum des Indischen Ozeans diese Riesenschildkröten. Viele dienten als Suppeneinlage und als exotisches Gartentier. Die letzten ihrer Art leben auf der Insel Moyenne. Für Touristen zugänglicher ist die Insel Silhouette, per Boot ab Mahé. Dort lebt Ron Gerlach, ein Wissenschaftler, der einige Schildkröten aus Vorgärten und privaten Zoos gerettet hat und hier mit Adam und Eve ein neues kleines Schildkröten-Paradies gegründet hat. Das  kleine Conservatorium habe ich 2008 besucht und war begeistert, wie Ron seine Riesenschildkröten hegt und pflegt und streichelt.
Mehr Fotos von Seychellen-Schildkröten

Hawaii

Was soll ich sagen, es sind wirklich fast nur Inseln, auf denen man Schildkröten noch in halbwegs großer Population findet. Es ist natürlich auch einfacher, sie auf solch überschaubaren Gebieten zu überwachen. Im Fall von Hawaii sind es keine Land-, sondern grüne Wasserschildkröten, die zum Beispiel auf Big Island an den schwarzen Lavasand-Strand Punalu‘u kommen und dort ausruhen und auch den zukünftigen Nachwuchs vergraben. Die Schildkröte Honu wird von den Hawaiianern hoch verehrt als das Tier, das vermutlich die ersten Siedler nach Hawaii führte. In allen polynesischen Legenden spielt die Schildkröte eine wichtige Rolle. Am Punalu‘u Beach werden die Tiere daher streng geschützt und die Brut überwacht, Touristen dürfen nur von Ferne fotografieren, natürlich nicht anfassen.
Mehr Fotos von Schildkröten von Punalu‘u

Apropos Schildkröten: Wer war schonmal beim Großen Rennen der Schildkröten in Costa Rica dabei?

 

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