Top Reiseziele 2011: Indien

Auch wenn die Top 10 der Reiseziele für 2011 keine groβen Überraschungen bereithielt, tauchen auf den nächsten Ränken ein paar Länder auf, die wie nicht erwartet hätten. Diese Länder wollen wir deshalb mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Auf Platz 18 haben wir z.B. Indien

Seit Slumdog Millionär in unseren Kinos erschienen ist, hat Indiens Tourismusbranche einen richtigen Boost bekommen. Das Land ist voll von imposanten Bauten, Tempeln und Moscheen und zieht mit seiner vollkommen anderen Lebensweise immer mehr Europäer in seinen Bann.

Indien ist ein Land voller Kontraste. Hier laufen Menschen in traditionellen Kostümen neben Männern in maβgeschneiderten Designer-Anzügen herum, die neuesten Luxuskarossen fahren durch Slums und moderne Hochhäuser stehen neben historischen Gebäuden. Aber Kontrast bedeutet auch Vielfalt. So bietet Indien seinen Besuchern nämlich weiße Sandstrände, prächtige Paläste und atemberaubende Naturlandschaften.

Beste Reisezeit für Indien

Das Klima in Indien kann je nach Aufenthaltsort und Jahreszeit sehr unterschiedlich sein.  Im Allgemeinen, kann man sagen, dass die beste Reisezeit zwischen November und Mitte Februar liegt. Ein, zwei Monate vorher sind aber auch noch ok. In den Sommermonaten ist hier Monsunzeit und dann kann etwas ungemütlich werden. Wer zu bestimmten Festen nach Indien reist, ist natürlich an deren Programm gebunden.

Sehenswürdigkeiten in Indien

Die wohl berühmteste Attraktion in Indien ist das Taj Mahal in Agra, das vom indischen Groβmogul Shah Jahan zum Gedenken an seine verstorbene Lieblingsfrau erbaut wurde. Das Mausoleum mit seinen imposanten Gärten ist ein archetektonisches Meisterwerk und seit 1983 sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe. Angeblich sollen mehr als 20.000 Handwerker am Bau beteiligt gewesen sein. Übernachtet am besten in einem Hostel in Agra und erkundet in aller Ruhe die Stadt und das Taj Mahal.

Das Rote Fort in Delhi, im Norden von Indien, ist ebenfalls einen Abstecher wert. Die Festungs- und Palastanlage stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde komplett aus Sandstein gebaut, welcher dem Fort auch seine charakteristische Farbe gibt. Der Schutzwall des Forts ist stolze 2,5 km lang. Beim Bau wurden verschiedene islamische und hinduistische Elemente der Baukunst verwendet. Im Innern befindet sich die Perlmoschee, die größte aus Marmor erbaute Moschee der Welt.

Wer will kann sich auch die Wüstenstadt Jaisalmer anschauen. In der Stadt in der Mitte der Wüste Thar befinden sich viele alte Sakralbauten und Paläste. Ihr solltet den siebenstöckigen Mahrarawal Palace mit Wandgemälden und imposanten Spiegeln auf keinen Fall verpassen.

Weiter geht’s zum Goldenen Tempel in Amritsar, dem höchsten Heiligtum der Sikhs. Der Tempel musste im 18. Jahrhundert restauriert werden, weil er geplündert wurde, und wurde mit neuen Goldverzierungen versehen. Wer den Tempel von Innen sehen will (und das solltet Ihr) muss am Eingang die Schuhe ausziehen. Der Tempel wird übrigens mit Milch gereinigt.

Wenn Ihr in Jaipur seid, geht unbedingt zum Palast der Winde, auch Hawa Mahal genannt. Dieser sich nach oben verjüngende, fünfstöckige Palast diente den Haremsdamen einst als Ausblick auf die Stadt ohne dabei selber gesehen zu werden. Die Fassade hat 953 kunstvoll gestaltete und vergitterte Fenster, die für eine ständige Luftzirkulation sorgen. Daher auch der Name des Palastes.

Keine Indien-Reise ist komplett, ohne einen Markt-Besuch. Die Märkte sind immer voll mit Menschen und halten ein paar echte Schnäppchen für Euch parat. Die Gewürzmärkte sind besonders toll. Die intensiven Farben und Gerüche sind ein wahres Erlebnis für Eure Sinne! Aber aufgepasst: Vieles darf nicht in die EU eingeführt werden.

Reisetipps für Indien

Die rechte Hand ist zum Essen, die linke für den Gang zum Klo. In Indien gilt die linke Hand als unrein – achtet also darauf, dass ihr immer die rechte benutzt um Dinge zu reichen oder entgegen zu nehmen. Das gleiche gilt, wenn Ihr auf andere Personen deutet. Linkshänder müssen sich hier schonmal konzentrieren, um den Indern nicht auf die Füße zu treten.

Zugfahren ist in Indien ein echtes Erlebnis. Wer genug Zeit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die vielen Preisklassen können jedoch schnell verwirren. Kauft am besten immer ein Ticket für 2nd Class Sleeper (2. Klasse). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super, denn die Sitze werden nachts zu Liegen umgebaut. Reserviert aber immer vor –  es gibt ein bestimmtes Platzkontingent für Ausländer.

Feiertage und Feste in Indien

Anfang bzw. Mitte Oktober jeden Jahres feiern die Inder Dashahara, ein hinduistisches Festival. Wie genau das Fest gefeiert wird, hängt von der Region ab, in der Ihr zu der Zeit seid. Im Norden verbrennt man z.B. Statuen des Dämons Ravana und guckt sich Theateraufführungen an.

Diwali ist eines der größten Feste in Indien. Hierbei handelt es sich um ein mehrtägiges hinduistisches Lichterfest. Bei dem Fest geht es um den Sieg des Guten über das Böse, aslo Licht über Dunkelheit. Diwali wird von  Region zu Region etwas unterschiedlich gefeiert, ist aber immer ein großer Spaß, weil die ganze Stadt mit Lichtern beleuchtet ist und es Feuerwerk gibt. Die nächste Feier findet am 26. Oktober 2011 statt.

Wenn Ihr im Frühling nach Indien kommt, dann habt Ihr das Glück beim Holi dabei zu sein. Das Fest der Farben dauert zwischen zwei und zehn Tagen und wird hauptsächlich im Norden gefeiert. Hier beschmeißen sich die Menschen zur Feier des Tages mit bunter Farbe und farbigen Wasser.

Günstige Unterkunft in Indien

Hostels und günstige Unterkunft sind in eigentlich jeder größeren Stadt in Indien zu finden. Das Hotel Tara Palace in Neu-Delhi ist ein 3-Sterne-Hotel, das bei seinen Gästen sehr beliebt ist. Frühstück und Flughafen-Transfer sind im Zimmerpreis inbegriffen. Krishna Palace ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet. Das Hotel gehört nämlich zu einem der drei besten Unterkünfte in ganz Asien. In dem palastartigen Gebäude kommt Ihr Euch vor wie ein König. Oder sollten wir Mogul sagen?! Um herauszufinden, wo in Indien wir überall Unterkünfte haben, guckt einfach hier nach.

Danke an RussBowling, alschim, jpereira_net, voobie und ryemang für die Bilder.

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